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Der WCAG-Test - Vertiefende Informationen

Der WCAG-Test ist ein Testverfahren, mit dem sich die Konformität eines Webangebotes gemäß der  Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.1 prüfen lässt.

Die WCAG sind der international gültige Standard für barrierefreies Webdesign des World Wide Web Consortiums (W3C). Die WCAG sind Empfehlungen, die in einzelnen Ländern auch gesetzlich verankert wurden. Außerdem ist die WCAG Bestandteil der Europäischen Norm 301 549 (PDF, 2 MB) (Abschnitt 9 Web).

An wen richtet sich der WCAG-Test?

Mit dem BITV-Test gibt es ein Prüfverfahren, das die Anforderungen der EN 301 549 (Abschnitt 9 Web) handhabbar macht und damit die Umsetzung der Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung (BITV) unterstützt.

Der WCAG-Test richtet sich an Akteure, die nicht der BITV unterliegen oder Unternehmen, die transnational tätig sind. Für sie ist eine Konformitätsprüfung und Konformitätsbestätigung nach dem international bekannten Standard sinnvoll.

Ein gemeinsames Prüfverfahren: Der BITV-/WCAG-Test

Die Anforderungen für barrierefreie Webinhalte sind in den WCAG 2.1 als prüfbare Erfolgskriterien formuliert. Werden alle 78 Erfolgskriterien erfüllt, ist Konformität auf höchster Stufe (AAA) gegeben. In der Praxis ist dies jedoch für komplette Webauftritte nicht immer umsetzbar. Deshalb werden drei Konformitätsstufen unterschieden: A (30 Erfolgskriterien), AA (zusätzlich 20 Erfolgskriterien) und AAA (zusätzlich 28 Erfolgskriterien). Als geforderter Standard hat sich international die Konformitätsstufe AA durchgesetzt. Diesen Standard prüft auch der BIK WCAG-Test.

Da die BITV auf dem Kriterienkatalog der WCAG beruht, ist ein gemeinsames Testinstrument für den WCAG- und den BITV-Test möglich. Im Verzeichnis der Prüfschritte bilden die Überschriften die WCAG-Erfolgskriterien ab. Darunter sind ein oder mehrere Prüfkriterien aufgelistet.

Die Prüfung erfolgt im BITV- und WCAG-Test in gleicher Weise: Jeder Prüfschritt wird von den Prüfern mit einer von fünf Bewertungsalternativen (erfüllt, eher erfüllt, teilweise erfüllt, eher nicht erfüllt und nicht erfüllt) bewertet. In der Ergebnisdarstellung wird dann nur unterschieden, ob ein Prüfschritt erfüllt oder nicht erfüllt ist. Um diese Darstellungsform zu erreichen, werden alle Prüfschritte, die während der Prüfung mit teilweise erfüllt oder schlechter bewertet wurden, auf nicht erfüllt gestellt, alle Prüfschritte, die mit eher erfüllt bewertet wurden, werden zu erfüllt. Das Mapping der mit eher erfüllt bewerteten Prüfschritte auf erfüllt schafft eine gewisse Toleranz bei der Bewertung, schließlich soll Konformität auch nach WCAG machbar sein.

WCAG-Konformität

Die Ergebnisdarstellung des WCAG-Tests führt auf, welche Erfolgskriterien erfüllt bzw. welche nicht erfüllt sind – und zwar für jede getestete Seite. Eine getestete Seite ist konform, wenn alle Erfolgskriterien erfüllt sind. Die Konformität kann gemäß WCAG nur für einzelne Seiten definiert werden.

Trotzdem ermöglicht der BIK WCAG-Test eine Aussage über die Zugänglichkeit des gesamten Webauftritts. Das festgeschrieben Prüfverfahren ist an die Website Accessibility Conformance Evaluation Methodology (WCAG-EM 1.0) angelehnt. Getestet wird eine repräsentative Seitenauswahl, mit der die verschiedenartigen Barrieren eines Webangebotes vollständig erfasst werden können.

Um WCAG-konform zu sein, müssen zudem die 5 Konformitätsbedingungen, die in den WCAG definiert sind, erfüllt sein. Die Erfüllung dieser Bedingungen wird durch das  Prüfverfahrens weitgehend sichergestellt.

Die Ergebnisse des BIK WCAG-Tests können für eine Konformitätserklärung des Webseitenanbieters genutzt werden.


Der WCAG-Test