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Die BIK-Projektreihe

Im Jahr 2002 wurden das Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen sowie dessen Ergänzung, die Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung (BITV), verabschiedet. Im selben Jahr ging auch das erste BIK-Projekt zum Thema "Barrierefreies Internet" an den Start. Ziel war es, die praktische Umsetzung der BITV zu unterstützen. Gemeinsam mit den Blinden- und Sehbehindertenverbänden DBSV und DVBS wurde der BITV-Test entwickelt, der 2005 zum ersten Mal zum Einsatz kam. Zur Durchführung der Tests wurde der BITV-Test-Prüfverbund geschaffen.

Das Projekt BIK@work (2009-2012) bestand aus zwei Projektmodulen: Im Projektmodul Testentwicklung wurde der BITV-Test an die 2011 in Kraft getretene BITV 2.0 angepasst. Das zweite Modul hatte die Aufgabe, öffentliche und private Arbeitgeber zur Barrierefreiheit ihrer Internet- und Intranetangebote zu beraten.

Seit Anfang 2015 bis Dezember 2018 fördert das Bundesministerium für Arbeit und Soziales das neueste BIK-Projekt: BIK für Alle. Es zielt darauf ab, die Vorteile eines barrierefreien Webs in der Öffentlichkeit bekannt zu machen und insbesondere Institutionen, die nicht der BITV verpflichtet sind, über Chancen und Umsetzungsmöglichkeiten des barrierefreien Webdesigns aufzuklären. Vier zentrale Betätigungsfelder wurden hierfür ausgewählt.

  • Wirtschaft und Handel
  • Öffentlicher Personenverkehr (insbesondere Flugverkehr)
  • Aus- und Weiterbildung
  • Soziales (Verbände, Kommunen, etc.).

Außerdem werden die Tests an aktuelle Erfordernisse angepasst:

  • Das Team Testentwicklung hat gemeinsam mit Experten der Selbsthilfe, mit Webagenturen und anderen Fachleuten den WCAG-Test erarbeitet, mit dem Webangebote gemäß der internationalen Richtlinien für barrierefreies Webdesign, den Web Content Accessibility Guidelines (WCAG), geprüft werden können. Er soll transnational agierende Firmen Anreiz zur Umsetzung eines barrierefreien Webdesigns bieten.
  • Das Verfahren der Selbstbewertung der Zugänglichkeit durch den Anbieter der Website oder dessen Dienstleister wurde attraktiver gestaltet. Zusätzlich soll die Möglichkeit geschaffen werden, die Ergebnisse der Selbstbewertung zu veröffentlichen. Hiermit sollen Institutionen aus dem Sozialbereich oder Kommunen angesprochen werden, die keine externen kostenpflichtigen Dienstleistungen in Anspruch nehmen können.

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