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BIK-Infobrief 02/2006

1. Kampagne "BITV umsetzen - jetzt!" gestartet

Verbände fordern Umsetzung des Behinderten-gleichstellungsgesetzes

Seit der Einführung des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) im Jahr 2002 hatten die Bundesbehörden Zeit, ihre Internetangebote barrierefrei, also ohne Hürden für Menschen mit Behinderungen, anzubieten. Das gibt die Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung (BITV) vor.

Die Frist zur Umsetzung der Verordnung lief am 31. Dezember 2005 ab. "Scheinbar ist nicht in jeder Amtsstube der Gesetzesauftrag angekommen, die BITV in die Praxis umzusetzen. Bis heute gibt es Internetseiten, die seit drei Jahren unverändert sind und Menschen mit Behinderungen ausschließen", kritisiert der Präsident des Sozialverbands VdK Deutschland, Walter Hirrlinger.

Die Behindertenverbände haben BIK beauftragt, innerhalb der nächsten 20 Wochen zu prüfen, inwieweit insbesondere die Internetdienstleistungen des Bundes auch tatsächlich für jeden zugänglich sind.

2. Tests der Woche

Seit dem letzten BIK-Infobrief haben wir folgende Webangebote getestet:

  • 14.02.2006: 83,5 Punkte für das Robert Koch-Institut
  • 07.02.2006: 85,5 Punkte für das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)
  • 31.01.2006: 84,5 Punkte für die Bundesagentur für Arbeit
  • 24.01.2006: 85,5 Punkte für die Bundesstelle für Informationstechnik (BIT)
  • 17.01.2006: 87,0 Punkte für Gesetze im Internet
  • 20.12.2005: 94,0 Punkte für das Stadthaushotel Hamburg
  • 13.12.2005: 88,5 Punkte für Berliner Verkehrbetriebe (BVG)

Alle Tests der Woche

3. Die Bundesagentur für Arbeit im Test der Woche

Im Rahmen der Testreihe "BITV umsetzen - jetzt!" haben wir Ende Januar das Webangebot der Bundesagentur für Arbeit getestet.

Seit unserem letzten Test im Oktober 2004 hat sich optisch und technisch wenig verändert. Die Website ist mit ihrem nicht durchgehend validen Quellcode, den Layouttabellen, dem nicht ausreichend flexiblen Layout und der verbesserungsbedürftigen Verwendung der HTML-Strukturelemente nicht unbedingt vorbildlich, erheblich sind diese Mängel aber nicht.

Schwerwiegend sind dagegen die Probleme im Bereich der Navigation und Orientierung. Es gibt zwar Menüleisten, Brotkrümel, eine Suchfunktionen, einen Hilfebereich - aber alle Navigationsmechanismen sind so mangelhaft umgesetzt, dass die Orientierung schwierig bis unmöglich ist. Das trifft jeden Benutzer, Besucher mit Einschränkungen, die sich die Seiten vorlesen lassen müssen oder nur einen kleinen Ausschnitt sehen können erst recht.

In 2004 schnitt die Bundesagentur für Arbeit trotz dieser schweren Mängel relativ gut ab, das war ein Anlass für die umfassende Überarbeitung des Testverfahrens Anfang 2005. Die drei Prüfschritte zur einfachen Orientierung und Navigation wurden genauer gefasst und höher gewichtet. Das Webangebot ist dagegen unverändert, keiner der 2004 festgestellten Mängel ist behoben. Das Ergebnis in Punkten hat sich daher gegenüber dem vorangegangenen Test deutlich verschlechtert. Die Zugänglichkeit von arbeitsagentur.de ist eingeschränkt, die Anforderungen der BITV sind nicht erfüllt.


Der BIK-Infobrief informiert über Tests von Webangeboten, den Stand der Entwicklung unserer Testinstrumente und andere Aktivitäten des Projekts BIK.


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