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Webseiten strukturieren
Teil 1: Struktur von Texten

Die klassischen Webseiten sind Textdokumente. Sie wollen über irgend etwas informieren, liefern Beschreibungen, sind kleine Aufsätze oder Artikel. An solche Texte haben auch die Erfinder von HTML gedacht, also fangen wir damit an: Wie strukturiert man Texte? Oder noch ein Stück zurück: Was heißt eigentlich strukturieren?

Eigentlich weiß jeder, worum es beim Strukturieren geht. Aber sicherheitshalber schauen wir noch mal nach:

Struktur

Unter Struktur (von lat.: structura = ordentliche Zusammenfügung, Bauwerk; bzw. lat.: struere = schichten, zusammenfügen) versteht man ein Gefüge oder den (inneren) Aufbau einer Sache oder eines Systems.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Struktur

Einzelne Teile, Bausteine oder was auch immer werden zusammengefügt. Und zwar nicht irgendwie, sondern ordentlich. Das macht das Gefüge, den Aufbau der Sache aus.

Ordnung (lat. ordo = Stand, Reihe, Ordnung) ...

Im allgemeinen Sprachgebrauch meint Ordnung einen (oft erwünschten) Zustand der Umwelt, in dem Dinge einem gewissen System zufolge angeordnet sind, mit dem Ziel, Dinge bei Bedarf wieder zu finden.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Ordnung

Das ist auch interessant, jedenfalls wenn es um Webseiten geht. Irgend jemand, etwa ein Webdesigner oder ein Redakteur, hat geordnet. Und mit welchen Ziel? Damit man die Dinge bei Bedarf wieder findet.

Womit ordnet man Texte?

Abschnitte

Vor dem Ordnen muss man erst mal trennen. Nehmen wir mal einen Text, bei dem das noch nicht passiert ist, also zum Beispiel einen Brief. Irgendwo hat der Schreiber angefangen und dann ist er zum Nächsten gekommen und dann hat er noch das sagen wollen und dann hat er noch einen Einfall gehabt und irgendwann hat er aufgehört, weil es Mittagessen gibt.

Wie trennt man so etwas? Man sucht am besten die Themenwechsel. Wo ein neues Thema anfängt, trennt man. Das sind die Abschnitte. Sie teilen den Brief in kleine Einheiten. Der Leser weiß: Jetzt kommt etwas Neues. Er kann eine Pause einlegen oder das gerade gelesene noch mal durchdenken.

Aufzählungen

Aufzählungen verwendet man, wenn einzelne Aussagen zusammen für etwas stehen sollen. In unserem Brief zum Beispiel: fünf Gründe, warum man hier nicht Urlaub machen sollte.

Aufzählungen können geordnet oder ungeordnet sein. Geordnet sind sie, wenn die Reihenfolge nicht egal ist. Also wenn die einzelnen Abschnitte zum Beispiel Schritte sind, die man nacheinander durchführen soll.

Überschriften

In Briefen gibt es meistens keine Überschriften. Es gibt zwar einzelne Abschnitte. Aber der Empfänger soll den ganzen Brief von vorn bis hinten durchlesen. Beim Roman genauso. Aber es gibt auch Texte, die eher zum Nachschlagen gedacht sind. Der Leser kann gezielt auf das zugreifen, was ihn interessiert. Damit das geht, muss ein Überblick her. Der Leser muss wissen, was in welchem Abschnitt drin ist. Das sagen ihm aussagekräftige Überschriften.

Größere Einheiten

Wenn sehr viel Inhalt auf der Seite ist, reicht die einfache Ordnung mit Abschnitten und Überschriften vielleicht nicht aus. Die Liste der Überschriften ist zu lang, man muss zu viel lesen, bis man endlich das findet, was einen interessiert.

Deswegen fasst man Abschnitte zu größeren Einheiten zusammen. Diese Einheiten kann man dann ebenfalls mit Überschriften versehen. Der Besucher liest dann erst mal die größeren Einheiten. Er wählt eine aus, hat dann vielleicht wieder eine Liste mit Überschriften vor sich. So kann er in aufeinander aufbauenden Auswahlschritten schnell den für ihn wichtigen Inhalt heraussuchen.

Fazit

Das sind die Ordnungsmittel, die jeder kennt, der schon mal einen Aufsatz schreiben musste: Man bildet Abschnitte mit zusammengehörigem Inhalt, man versieht diese Abschnitte mit Überschriften, man gruppiert sie zu größeren Einheiten.

Und das ist allgemein gesagt auch der Sinn und Zweck der Strukturierung von Webseiten: Man versteht, was zusammengehört, man kann das Angebot der Webseite leicht überblicken und gezielt auf die Inhalte zugreifen, die einen interessieren.

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