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Ministerientest 2007
Das Ergebnis des Ministerientests 2007
Im August 2006 haben wir zuletzt die Umsetzung der BITV durch Behörden des Bundes überprüft. Das Ergebnis war durchwachsen: einige Ministerien und obere Behörden waren bereits vergleichsweise gut zugänglich, insbesondere bei den Betriebskrankenkassen und anderen bundesunmittelbaren Körperschaften sah es deutlich schlechter aus. Nun also die Neuauflage des Tests.
Eingehend geprüft haben wir die Ministerien, denn die sollten den untergeordneten Stellen als Vorbilder dienen. Mit einbezogen haben wir auch die Webangebote der 5 obersten Organe des Bundes. Denn ungeachtet des Geltungsbereichs der BITV ist klar: sie können sich den Anforderungen der Verordnung nicht entziehen. Und schließlich haben wir uns angesehen, ob sich bei den 20 im letzten Jahr am schlechtesten bewerteten Webangeboten untergeordneter Behörden etwas getan hat.
Das Ergebnis in Kürze:
- Was die HTML-Seiten der Ministerien betrifft, ist das Ergebnis des sehr erfreulich. Die beiden Spitzenreiter Bundesrat und Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung konnten mit über 95 Punkten als "sehr gut zugänglich" bewertet werden. Weitere 13 Ministerienangebote sind mit über 90 Punkten "gut zugänglich". Für die meisten der 4 als "eingeschränkt zugänglich" bewerteten Auftritte dürfte der Weg zu einer ungeschränkt guten Zugänglichkeit nicht mehr weit sein. Nur das Bundesverfassungsgericht musste als schlecht zugänglich bewertet werden.
- In Sachen PDFs sind die BITV-pflichtigen Webanbieter leider noch lange nicht so weit. Nur das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und der Bundespräsident konnten den PDF-Prüfschritt 11.1.1 voll erfüllen. Beim Bundesverfassungsgericht werden keine PDFs zum Download angeboten, der Prüfschritt 11.1.1 ist also nicht anwendbar. Alle anderen Ministerien müssen noch viel für die Zugänglichkeit der PDFs tun.
- Auch bei einigen der im letzten Jahr schlecht bewerteten Webangebote untergeordneter Behörden hat sich etwas getan. Einige Angebote wurden komplett überarbeitet, andere haben Relaunches zum Jahreswechsel angekündigt. Negativ: mehrere wichtige Anbieter, darunter die zweitgrößte Betriebskrankenkasse Mobil Oil beachten offenbar ihre gesetzliche Verpflichtung zur Barrierefreiheit nicht.
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