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Das Link-Element
Teil 3: Navigation im Mozilla

30.08.2004

Für die Navigation in einzelnen Seiten sind Chapter und Sections nicht geeignet. Wofür können sie sonst gut sein? Kann man sie für die Navigation in Webangeboten nutzen? Das ist tatsächlich der Fall, mit dem Mozilla ist die Navigation in Webangeboten heute schon ganz gut möglich.

Auf dieser Seite:

1. Kapitel und Abschnitte von Webangeboten

Nach der Spezifikation des W3C soll man Chapter und Sections für "Zusammenstellungen von Dokumenten" verwenden und Webangebote kann man sicher als solche Zusammenstellungen verstehen. Also hier die Idee:

  1. Die Seite, in der das Linkelement steht, gehört zu einer Zusammenstellung von Dokumenten, sie ist Teil eines Webangebotes.
  2. Insofern, über ihre Zugehörigkeit zum Webangebot ist sie indirekt verbunden mit Dokumenten, die Kapitel, Abschnitte oder Unterabschnitte des Webangebots sind.
  3. Die Links zu Kapiteln und Abschnitten verbinden also die Seite mit den Kapiteln und Abschnitten "ihres" Webangebots.

Klingt kompliziert, ist aber eigentlich einfach:

  • Die Links vom Typ Chapter verweisen auf die Hauptbereiche des Webangebotes. Also auf die Seiten, die man normalerweise auch auf allen Seiten eines Webangebotes als waagerechte Hauptnavigation zur Verfügung hat.
  • Die Links vom Typ Section verweisen auf Unterbereiche des ausgewählten Hauptbereichs. Auf der Startseite gibt es sie also noch nicht, sondern erst, wenn man einen Hauptbereich ausgewählt hat. Dann erscheinen die entsprechenden Sections, genau so, wie üblicherweise eine vertikale Bereichsnavigation angezeigt wird, nachdem man einen Hauptbereich ausgewählt hat.
  • Ebenso die Links vom Typ Subsection. Sie verweisen auf Unterbereiche des ausgewählten Unterbereichs. Es gibt sie nur, wenn der Besucher einen Eintrag der Bereichs-Navigation ausgewählt hat. Dann erscheinen die entsprechenden Subsections in der Toolbar, so wie sie auch in der sich öffnenden Bereichsnavigation angezeigt werden.

Darunter gibt es keine Ebene mehr und das haben sich die Leute vom W3C möglicherweise auch irgendwie bei vorhandenen Seiten mit festen Menusystemen abgeschaut: häufig ist nach drei Ebenen Schluss, darunter kommt nichts mehr oder darunter wird jedenfalls nicht mehr über das separate Navigationsmenu sondern nur noch über in den Inhalt eingebettete Links verzweigt.

2. Beispiele

Gibt es Beispiele für eine solche Nutzung der Link-Elemente? Gefunden haben wir nur wenige. Achtgrau verwendet die Kapitel-List für die fünf Hauptbereiche des Angebots, bei Aperto und Petershagen geht es sogar über mehrere Ebenen. Das funktioniert eigentlich gut.

Deswegen haben wir auch für bik-online.info entsprechende Links definiert. Die "feste" Navigation geht über maximal drei Ebenen, darunter wird nur noch im Text verlinkt. Das passt also schon mal, die angebotenen Linktypen reichen aus:

  • Das Hauptmenu wird immer angezeigt, und zwar in der Liste der Chapter.
  • Wenn ein Bereich des Hauptmenüs ausgewählt ist, dann wird zusätzlich das entsprechende Bereichsmenu angezeigt, und zwar in der Liste der Sections.
  • Und wenn eine Option des Bereichsmenus ausgewählt ist, die sich noch weiter verzweigt, dann kommt die dritte Stufe. Das entsprechende Untermenu kommt in die Liste der Subsections.

Anders, als bei der Navigation auf einer einzelnen Seite muß das vollständige Verzeichnis des Webangebots nie angezeigt werden. Die Bereichsmenus wechseln in Abhängigkeit vom Standort des Besuchers, angezeigt wird immer nur jeweils eines. Die drei Listen reichen also aus.

Aber wie sieht der Besucher, wo er gerade ist? Das Menu soll ihm auch zeigen, was er ausgewählt hat, das war etwas schwierig. Wir haben einfach "Ausgewählt:" vor den jeweils ausgewählten Option eingefügt. Wenn die ausgewählte Seite auf dem Bildschirm gerade angezeigt wird, dann steht "Angezeigt:" vor der Option.

Im Prinzip steht das feste Menü des Webangebots damit in der Toolbar zur Verfügung. Wer mit Mozilla unterwegs ist, braucht die auf den Seiten untergebrachte Navigation im Grunde nicht. Die entsprechenden Listen zeigen ihm, welche Bereiche verfügbar sind und was ausgewählt ist. Nicht so schön, wie auf der Webseite, aber im wesentlichen ist alles da. Für Leute, die einen anderen Browser verwenden, die entsprechenden Screenshots:

Abbildung des Hauptmenüs im Mozilla

Die Abbildung zeigt das Hauptmenu in der Toolbar. Der Eintrag "Infothek" ist als ausgewählt markiert, so erscheint das Hauptmenü also, wenn der Besucher in der Infothek ist.

Abbildung des Bereichsmenüs der Infothek im Mozilla

Die Abbildung zeigt das Bereichsmenü der Infothek. Wieder ist einer der Einträge als ausgewählt markiert, und zwar "Wie geht Barrierefreiheit".

Abbildung des Untermenüs von

Der Bereich hat zwei Einträge, einer davon ist der Artikel zum Link-Element. Den hat der Besucher ausgewählt, er ist als angezeigt markiert.

Auch die anderen Schaltflächen der Toolbar kann man für die Navigation in bik-online nutzen, man springt zur übergeordneten Seite oder zur Startseite oder man blättert durch den ausgewählten Bereich. Das Blättern funktioniert auch, wenn die Seiten des Bereichs nicht (wie zum Beispiel die Abschnitte dieses Kapitels) wirklich aufeinander folgen, sondern nur zufällig hintereinander in der Liste des jeweiligen Bereichsmenüs stehen.

3. Grenzen der Navigation im Webangebot

Auf Basis der im Mozilla verfügbaren Linktypen kann man die Position der aktuell ausgewählten Seite nicht zeigen. Für die Übermittlung des sogenannte Brotkrümelpfades, der den Weg von der Startseite zur aktuell ausgewählten Seite zeigt, ist kein geeigneter Linktyp vorhanden.

Das ist eigentlich das einzige, was fehlt, um im Mozilla die weit verbreiteten "festen" ein- bis dreistufigen Navigationssysteme darzustellen. Die von uns gewählte Kennzeichnung der aktuell ausgewählten Menuoptionen ist natürlich ebenfalls nur ein Notbehelf. Aber das ist kein zusätzliches Problem, denn wenn der Browser den Pfad zur aktuell ausgewählten Seite kennen würde, dann könnte er auch selbst feststellen und anzeigen, welche Menuoptionen gerade ausgewählt sind.

Die drei Linktypen des W3C können also für die "Auslagerung" von festen Navigationssystemen in den Browser verwendet werden. Sind sie auch eine gute Basis für die Auslagerung der Navigation? Das ist fraglich, denn für das Dokument ist das Verfahren nicht einfach. Der Browser stellt ja letzlich nur den Platz zur Verfügung, auf den das Dokument seine Navigation auslagern kann. Der Browser kann auf Basis der vorgesehenen Linktypen gar nicht mehr tun. Die gesamte Aufbereitung:

  • welche Menüs müssen angezeigt werden,
  • Welche Optionen gehören zu den verschiedenen Menüs,
  • welche Optionen sind aktuell ausgewählt

bleibt (wie beim auf der Seite untergebrachten Menü) Aufgabe des Dokuments.

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