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Abgleich zwischen WCAG 2.0-Techniken und dem neuen BITV-Test

Ziel des Abgleichs

Der Abgleich zwischen WCAG 2.0 Techniken und den darin enthaltenen Tests und den Prüfschritten des neuen BITV-Tests ermöglicht eine detaillierte Einschätzung, wie vollständig die WCAG-Techniken bisher im BITV-Test abgedeckt werden. Die Links in der rechten Spalte  "BITV-Test-Prüfschritt" springen direkt an jene Stelle in den Prüfschritten, die dem Testteil der jeweiligen Technik entspricht.

Die Tests in Level AAA-Techniken wurden generell nicht abgedeckt.

Der Abgleich ist aufgeteilt in die verschiedenen Bereiche der WCAG 2.0 Techniken:

Die rechte Spalte "BITV-Test-Prüfschritt" nennt die wichtigsten Abweichungen zwischen den Tests in WCAG-Techniken und der Entsprechung im neuen BITV-Test.

Nicht immer ist die Prüfung gleichartig. Oft werden eine Reihe von Techniken vom selben Prüfschritt abgedeckt. Einige wenige Tests aus den Techniken finden sich nicht im BITV-Test wieder, weil sie aus Sicht der Barrierefreiheit irrelevant schienen (Ein Beispiel: ob dekorative Grafiken grundsätzllich über Hintergrundbilder eingebunden werden, wird nicht geprüft. Dies ist sicher eine gute Praxis, es vermindert aber auch nicht die Barrierefreiheit, wenn solche Bilder konventionell mit leerem alt-Attribut eingebunden werden.)

Unterschiede zwischen WCAG-Tests und BITV-Test-Prüfschritten

Allerdings tauchen die Tests der WCAG-Techniken und Failures im BITV-Test in der Regel in anderer Form auf. Die Fokussierung auf eine ganz bestimmte Technik in den Tests der WCAG-Techniken erlaubt es grundsätzlich nicht, von der Erfüllung der Tests auf die Erfüllung der success criteria zu schließen, da sich diese ja auch anders, durch eine andere Technik, erfüllen ließen.

Die Prüfschritte des BITV-Tests beziehen sich selten exakt auf eine ganz bestimmte Technik, mit der Web-Entwickler die BITV-Anforderungen umsetzen können. Sie betrachten und bewerten stattdessen die Erfüllung der Anforderung, egal mit welcher Technik.

WAI-ARIA

Eine Reihe von Tests verlangen die Nutzung eines geeigneten Accessibility Checkers, der überprüfen kann, ob die Seite Werte wie Rolle, Namen oder Zustand von geskripteten Elementen an die Zugänglichkeitsschnittstelle des Browsers übergibt. Auch wenn diese Überprüfung positiv ausfällt, ist damit nicht immer sicher gestellt, dass Bedienelemente in älteren User Agents und Hilfsmitteln tatsächlich ausgegeben werden.

Die Tests insbesondere in Prüfschritt 4.1.2a Name und Rolle von Bedienelementen verfügbar haben deshalb lediglich einen heuristischen Wert: sie zeigen, dass Entwickler selbstgebastelter Bedienelemente sich der Problematik bewusst waren und WAI-ARIA überhaupt eingesetzt haben, um diese Elemente auch für Screenreader-Nutzer zugänglich zu machen. Ist dies nicht geschehen, gibt es in PS 4.1.2a einen Punktabzug.

Ob WAI-ARIA korrekt eingesetzt wurde, lässt sich allerdings wegen der Komplexität der Implementation von WAI-ARIA und der uneinheitlichen Unterstützung zur Zeit nicht ohne Praxistests mit Hilfsmitteln ermitteln. Bis auf Weiteres sind solche Tests und Prüfinstrumente nicht Teil des BITV-Tests.